Team Member: Christoph

 
 

Hi, ich bin Christoph, 22 Jahre alt, aus Graz und derzeit im dritten Jahr meines BSc Political Economy-Studiums am King’s College London. Political Economy bedeutet auf Deutsch so viel wie Politische Ökonomie und befasst sich mit den Zusammenhängen der Politik- und Wirtschaftswissenschaften, insbesondere der Makroökonomie, einem Teil der Volkswirtschaftslehre.

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Der Grund für mein Studium in London ruht auf mehreren Faktoren. Einerseits besuchte ich ein internationales Gymnasium in Graz und hatte dort die Möglichkeit, während meiner Schulzeit ein Semester bei einer Gastfamilie in Charlotte, USA, verbringen zu dürfen. Dadurch wurde schnell mein Interesse für andere Länder und Kulturen geweckt. Andererseits hatte ich gegen Ende meiner Schulzeit zwei große Interessensgebiete – Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Für meine Vorwissenschaftliche Arbeit befasste ich mich mit der US-Immobilienkrise ab 2007 und der folgenden Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers und deren Auswirkungen auf einzelne Staaten und Banken in der Eurozone, wodurch mein wirtschaftliches Interesse geweckt wurde. Meine Begeisterung für Medizin hingegen war insbesondere durch meine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Rettung und meines Zivildienstes groß. Letztendlich war ich mir unsicher, welches dieser zwei sehr unterschiedlichen Themen das richtige ist, und ich nahm mir vor, mich für beide Optionen zu bewerben. Als dann jedoch bereits im Februar das Angebot für ein Studium in London kam, war das Lernen für den MedAT im folgenden Juli schnell vergessen, wodurch ich letztendlich tatsächlich bei meinem jetzigen Studienfach gelandet bin.

Eine weitere Motivation für meine Bewerbung am King’s College war, dass die Fachabteilung, an der mein Unterricht stattfindet, das einzige Department of Political Economy im Vereinigten Königreich ist. Das hat den Vorteil, dass sowohl Professoren der Politik-, als auch der Wirtschaftswissenschaften Teil derselben Abteilung sind, was aufgrund der Zusammenhänge zwischen den beiden Themengebieten einen besser abgestimmten Unterricht, aber auch einen besseren Gedankenaustausch mit Professoren beider Fachbereiche ermöglicht. Ein weiterer toller Aspekt des Unilebens in London sind Veranstaltungen mit bekannten Persönlichkeiten aus allen Lebensbereichen und externe Projekte mit Mitstudenten, die den Alltag an der Uni enorm bereichern und eine gute Abwechslung zum klassischen Unterricht im Hörsaal bieten.

Ich bin bei Project Access dabei, da an meiner eigenen Schule, die international recht gut vernetzt war, nur vereinzelt Studenten an ein Studium im Ausland dachten und diese Option nicht in Erwägung zogen. Außerdem erhielt ich selbst kaum Hilfe bei meiner Bewerbung und möchte anderen Maturantinnen und Maturanten daher die Möglichkeit geben, diesen Prozess, der oft sehr einschüchternd wirken kann, zu erleichtern

In meiner Freizeit engagiere ich mich noch für den Club Alpbach London, der Studenten jährlich die Möglichkeit bietet, mittels Stipendien am Europäischen Forum in Alpbach teilzunehmen. London bietet außerdem eine breite Vielfalt an Museen und Kunstgalerien, die ich gerne besuche. Um den Kopf frei zu bekommen laufe ich gerne der Themse entlang oder gehe eine Runde schwimmen.


 
Sophia Hödl